Warum Pfingsten so anders ist als andere Ferien
Anders als bei Sommer- oder Herbstferien sind Pfingstferien in den Bundesländern sehr ungleich verteilt. Bayern und Baden-Württemberg haben zwei Wochen am Stück; Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt oft nur einen Pfingstmontag mit zwei oder drei Brückentagen; NRW, Niedersachsen und Hessen haben offiziell gar keine Pfingstferien.
Für Lehrer in einem der „kleinen" Pfingstferien-Länder ist das ein praktischer Vorteil: das Land selbst hat nur kurze Ferien, also ist die regionale Nachfrage gering — gleichzeitig kann man die Pfingstwoche durch Brückentage strecken. In Bayern und Baden-Württemberg ist es umgekehrt: die zweiwöchigen Ferien fallen mit hoher Nachfrage und entsprechenden Preisaufschlägen zusammen.
Wohin zu Pfingsten?
Ab Pfingsten ist im Mittelmeer praktisch alles offen und warm. Mallorca hat dann verlässlich 25 Grad und gehört zu den günstigsten Pfingst-Zielen aus Deutschland. Kreta ist eine Stufe wärmer (oft schon 27 Grad), die griechischen Schulen haben noch Unterricht — also weniger lokale Familien.
Die Algarve ist eine ruhigere Alternative — vor allem Tavira und Sagres. Die portugiesischen Schulen sind noch in Sitzung, das macht die Küste deutlich entspannter als zwei Wochen später.
Für ein verlängertes Pfingstwochenende (Freitag bis Dienstag) lohnen sich Städtereisen: Lissabon, Madrid, Wien, Krakau, Edinburgh. Direktflüge in vernünftigen Zeiten und Hotelpreise deutlich unter Hochsaison-Niveau.
Was eine Pfingstreise wirklich kostet
Bei einer konkreten Beispielrechnung — 4-Sterne-Hotel auf Mallorca, sieben Nächte, Doppelzimmer mit Halbpension — lag der Preis 2025 in der bayerischen Pfingstwoche bei etwa 1.450 Euro pro Person. Dieselbe Woche zwei Wochen davor (also Anfang Mai, klar außerhalb der Pfingstferien) kostete rund 1.080 Euro pro Person. Differenz: knapp 400 Euro für ein Paar in einer Woche.
Wer aus einem Bundesland ohne Pfingstferien stammt, hat den größten Hebel: Pfingstmontag plus drei Brückentage ergeben eine ganze Reisewoche zu Vor-Pfingsten-Preisen. Für Lehrkräfte gilt allerdings die Schulferien-Bindung — Brückentage außerhalb der eigenen Ferien sind formal Erholungsurlaub und nur in engen Ausnahmefällen genehmigt.
Häufige Fragen zu Pfingsten als Lehrer
Welche Bundesländer haben überhaupt Pfingstferien?
Bayern und Baden-Württemberg haben zweiwöchige Pfingstferien. Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben oft den Pfingstmontag plus zwei bis drei Brückentage. NRW, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Hamburg haben üblicherweise keine eigenständigen Pfingstferien — nur den gesetzlichen Pfingstmontag.
Warum sind Pfingsten als Lehrer besonders wichtig?
Pfingsten ist das letzte längere Reisefenster vor den Sommerferien. Danach folgen sechs bis acht Wochen Hochsaison mit den höchsten Preisen des Jahres und voll besetzten Stränden. Wer nach Pfingsten nichts reist, hat erst wieder Herbst.
Welche Reiseziele lohnen sich konkret?
Mittelmeer ist ab Pfingsten verlässlich warm — Mallorca, Algarve, Kreta, Sardinien, Sizilien, türkische Riviera. Wer Städte mag, fährt mit kurzen Flügen nach Lissabon, Madrid, Wien oder Krakau. In Deutschland funktionieren Bodensee, Schwarzwald, Südtirol und die Mecklenburger Seenplatte für ein verlängertes Wochenende.
Wie viel teurer ist eine Reise in den Pfingstferien?
In Bayern und Baden-Württemberg etwa 15–25 Prozent über dem Vor-Pfingsten-Preisniveau. In Bundesländern ohne eigene Pfingstferien sind die Pauschalpreise nahe normalem Mai-Niveau, also rund 30 Prozent unter Sommerferien.
Eignet sich Pfingsten für einen Kurztrip?
Ja. Pfingstmontag plus Brückentage ergeben für viele Lehrkräfte ein verlängertes Wochenende von vier bis fünf Tagen. Das reicht für eine europäische Städtereise oder ein längeres Wellnesswochenende in Südtirol, im Schwarzwald oder im Allgäu.