Das ist die Konstellation: Wassertemperaturen wie im August, Sonnenstunden fast wie im Juli, aber Hotels mit Belegungen wie im November. Die deutschen Sommerferien sind in fast allen Bundesländern beendet, in den meisten Mittelmeerländern haben die Schulen ebenfalls wieder begonnen.
Wer Buchten und Inseln sucht, die im September besonders entspannt sind, hat im östlichen Mittelmeer die größere Auswahl als im westlichen — Kreta, Zypern und die türkische Riviera bleiben länger warm. Im westlichen Mittelmeer ist die zweite Septemberhälfte ideal, weil die Bayern und Baden-Württemberger dann fast aus der Sommerferienwelle raus sind.
Im östlichen Mittelmeer
Die Westseite Kretas (Falassarna, Balos, Elafonissi) ist im September spürbar leerer als die Ostseite — die großen Resorts liegen alle östlich von Heraklion, im Westen herrscht überwiegend Boutique- und Tavernenkultur. Zypern hat im Norden (Karpasia-Halbinsel) endlose, fast unbesuchte Strände. Die türkische Lykische Küste rund um Kaş und Olympos ist außerhalb deutscher Pauschalziele und damit eine eigene Klasse für Ruhe.
Im westlichen Mittelmeer
Mallorcas Nordosten (Cala Mesquida, Cala Agulla) und die Südostküste zwischen Mondragó und Cala Llombards leeren sich ab dem 15. September deutlich. Sardiniens Costa del Sud (Chia, Tuerredda) ist außerhalb der italienischen Schulferien-Wochen erstaunlich ruhig. Auf den Balearen sind die kleinen Schwesterninseln Menorca und Formentera ohnehin entspannter — September ist dort der eigentliche Reisemonat.
Was sich besonders lohnt
Eine Tagestour mit dem Boot um Cap Formentor auf Mallorca oder zu den Höhlen bei Benagil an der Algarve ist im September deutlich angenehmer als im August. Die Anbieter haben weniger Kapazitätsdruck, die Buchten sind in der Mittagspause oft nur von einem oder zwei Schiffen besucht. Dasselbe gilt für Wandertouren entlang der Küste — die Hitze ist raus, die Temperaturen ideal.